Der Ingenieur und die Rüstungsindustrie

 
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Der Ingenieur und die Rüstungsindustrie

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Gepostet: 31.01.2012 - 22:35 Uhr  ·  #1
Da ich selber vor dem Problem gestanden habe und mich nun andere Meinungen interessieren, habe ich gedacht, mache ich mal einen Post hier im Forum:

Als LRT-Ingenieur wird man von Natur aus früher oder später auf Arbeitsangebote stoßen, die im militärischen/Rüstungs-/Verteidigungsbereich anzusiedeln sind und durchaus ein gewisses moralisches Problem darstellen.

Würdet ihr die Begeisterung für die Technik oder für den Fortschritt über die Folgen eurer Arbeit stellen?
Gibt es in der Luft- und Raumfahrtindustrie überhaupt Alternativen, da ja alles irgendwie aus militärischen Projekten hervorging?
Standet ihr schon einmal vor so einer Entscheidung?

Ich will hiermit eine offene Diskussion anregen, bitte keine Beleidungen, Polemik und das übliche halt, auch wenn's ein heikles Thema ist. Hoffe, ich habe kein Tabu gebrochen :D

MfG
Julian
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Re: Der Ingenieur und die Rüstungsindustrie

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Gepostet: 02.02.2012 - 10:00 Uhr  ·  #2
Hallo Julian,

darf man fragen, warum du schon vor dem Problem gestanden hast? Ging es da um die Wahl eines Praktikums- oder Ausbildungsplatzes?

Dies ist wirklich ein schwieriges Thema, weil der Übergang zwischen ziviler Luftfahrt und Rüstungsindustrie sehr schwammig ist. Alles, was zunächst zivil entwickelt wird, kann auch seinen militärischen Nutzen haben. Umgekehrt ist das ja wie du schon angemerkt hast auch der Fall.
Moralische Bedenken würden sich bei mir wohl erst äußern, wenn's wirklich darum geht, "Tötungsmaschinen" (mit) zu konstruieren. Wobei so ein Jagdflugzeug natürlich schon chic ist ;)

Gruß
Martin
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Re: Der Ingenieur und die Rüstungsindustrie

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Gepostet: 02.02.2012 - 21:56 Uhr  ·  #3
Ich hatte nen Ausbildungsvertrag für ein duales LRT-Studium von EADS Cassidian Air Systems (Eurofighter!) auf dem Schreibtisch liegen und war kurz vorm unterschreiben! Saumäßig schwere Entscheidung, sag ich euch!
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Re: Der Ingenieur und die Rüstungsindustrie

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Gepostet: 03.02.2012 - 10:18 Uhr  ·  #4
Das glaube ich. Zumal ein duales Studium bei einem renommierten Unternehmen ja ziemlich gute Karrierechance bietet. Welche Punkte haben für dich in deiner Entscheidung denn eine Rolle gespielt?

Schließlich handelt es sich hier ja zunächst ja "nur" um ein Studium. Arbeiten kannst du später ja immer noch woanders. Oder ist das Studium sogar direkt an einen Arbeitsvertrag geknüpft?
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